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Wanderung rund um Dolgesheim

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Hallo Ihr Lieben, heute nehme ich Euch mit auf eine kleine Wanderung rund um Dolgesheim und machen einen kleinen Abstecher in der Gemarkung Hillesheim. 

Wir werden aus der Ferne den Petersberg, ein schönes Wegekreuz, einen „Wingertsturm", einen berühmten Stein und noch viel mehr sehen. Bereit? Die Wanderung ist 6.5 km lang und ist auch für Ungeübte gut machbar.

Wir beginnen unsere Wanderung am Dolgesheimer Friedhof. Parkmöglichkeiten sind dort vorhanden. 

Bevor wir uns auf den Weg machen, werft doch mal einen Blick auf dem Friedhof. Die Germania auf der rechten Seite hinter der Friedhofskapelle wacht über die Gräber. Früher stand sie auf dem Platz vor dem Rathaus. Auch das große Kriegerdenkmal auf dem Friedhof ist beeindruckend.

Los geht's. Wie gewohnt findet Ihr am Ende des Blogs die eingebettete Karte aus Outdooraktive. Die App ist kostenlos.

Wir nehmen den schmalen Pfad links vor dem Friedhof und folgen dem Dolgesheimer Flutgraben rechtsseitig. Zuerst biegen wir links ab, überqueren den Flutgraben und folgen dem asphaltierten Weg nach rechts. In der Ferne sehen wir den Petersberg. Er ist 246 m hoch und gehört zu den höchsten Erhebungen Rheinhessens und ist ein aus Erosion des Mainzer Beckens entstandener Zeugenberg.

Blick auf den Petersberg

Nach ca. 900 m biegen wir nach links und dann gleich wieder nach rechts. Der Weg führt an einem kleinen Biotop lang. Wir bleiben auf dem Weg bis zum weißen Weinbergshäuschen und biegen gleich danach wieder nach links.

Nach ca.300 m sehen wir schon das schöne Wegekreuz mitten in den Weinbergen. Zeit für eine kleine Pause. Dieses schlichte Wegekreuz auf dem Dolgesheimer Kreuzberg ist immer wieder ein willkommenes Ziel der Wanderer. Wir genießen von hier aus den schönen Blick auf das Dolgesheimer Weindorf und Weinberge im Land der tausend Hügel. Die Dolgesheimer Landfrauen haben die kleine Bank gestiftet. 

Das Wegekreuz mitten in den Weinbergen

Weiter geht's. An der nächsten Kreuzung verlassen wir den asphaltierten Weg und biegen direkt wieder rechts in den unbefestigten Weg zwischen zwei Weinbergen. Nach wenigen Schritten sehen wir schon den „Wingertsturm" zwischen den Bäumen.Wir befinden uns jetzt in der Gemarkung Hillesheim.
An dem Wingertsturm gönnen wir uns die nächste Pause. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick auf die hügelige Landschaft und die Gemeinde Hillesheim. 

Der Wingertsturm ist ein beliebtes Zwischenziel auf einer Wanderung oder Radtour. 

Der "Wingertsturm"

Wir führen unsere Wanderung fort und folgen dem asphaltierten Weg. In den Weinbergen wird schon fleißig gearbeitet. Die Gemeinde, die wir immer wieder rechts von uns sehen, ist Hillesheim. Besonders sehenswert ist dort die schöne Bergkirche.  

Blick auf Hillesheim

Nach ca. 1 km biegen wir nach links und folgen dem unbefestigten Weg. Wir sind nun an dem Dolgesheimer Jüdischen Friedhof angekommen. Er wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Er war ausschließlich Friedhof für die jüdische Gemeinde in Dolgesheim. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1847.

Jüdischer Friedhof

Weiter geht es. Wir befinden uns jetzt auf der Gaustraße. Seht Ihr schon den Gaustein? Der Gaustein, oder Tönnchen, wie er liebevoll genannt wird, wurde 1831 zur Erinnerung an den Bau der Gaustraße errichtet.

Die Gaustraße war eine rheinhessische Provinzialstraße zwischen dem Schillerplatz in Mainz und dem Martinstor in Worms. Sie war eine wichtige Fernverbindung und wurde von 1820 bis 1830 angelegt und entspricht weitgehend der heutigen Landesstraße L 425. Überall in Rheinhessen begegnet man der Gaustraße.: die Gaustraße in Selzen, Köngernheim, Weinolsheim, Hillesheim, Friesenheim, in Dolgesheim., das Gautor in Mainz und in Oppenheim, und noch vieles mehr. Der Streckenmittelpunkt zwischen den Städten Mainz und Worms liegt zwischen Dolgesheim und Hillesheim. An dieser Stelle wurde der Gaustein errichtet.

Die Inschrift der Gaustraßen in den Gemeinden ist schon ziemlich verwittert. Auf der Rückseite kann man diese Inschrift lesen" 2 Fuss: Grosh. Hessisches Längenmaas wovon 4 einen Mêtre 10 eine Gr. Hessische Klafter und 1500 Klafter eine Stunde betragen." Es sind die gängigen großherzoglich-hessischen Längenmaße und deren Umrechnungsverhältnisse.

Der Gaustein

Wir folgen links der Gaustraße.

An der Ecke Gaustraße/Am Weihengarten seht Ihr das alte Wiegehäuschen. Es wurde 1997/98, dank einer großzügigen Spende eines ausgewanderten Dolgesheimers, umgestaltet und renoviert. Die Wiegegebühr richtete sich nach dem gewogenen Gewicht (neun Mark Grundgebühr und 75 Pfennig pro hundert Kilogramm).

Das alte Wiegehäuschen

Das schöne Fachwerkhaus an der linken Seite ist das Dolgesheimer Rathaus. Es ist ein wahres Schmuckstück und wurde liebevoll restauriert. Das Erdgeschoss stammt aus dem Jahr 1594, das schöne Fachwerkobergeschoss aus dem 18. Jahrhundert. Wie viele Dorfgespräche haben wohl auf der Bank vor dem Rathaus stattgefunden? Wie gut, dass sie nichts erzählen kann…

Das Dolgesheimer Rathaus

 Bevor wir wieder in Richtung Friedhof in die Weedenstraße abbiegen, lohnt es sich, einen kleinen Schlenker zur Evangelischen Kirche Sankt Bonifazius zu machen. Der Eingang der Kirche befindet sich in der Gaustraße 12. Die schmale Steintreppe führt zur Kirche. Die Kirche ist tagsüber für ein Gebet oder zum Innehalten geöffnet.

Ist sie nicht wunderschön? 

Die St. Bonifatiuskirche ist das älteste Gebäude der Gemeinde und wurde erstmals 1338 urkundlich erwähnt.
Die floralen Fassungen der Fenster sind einmalig in Rheinhessen. Im Altarraum wurden Bibel- und Gesangsbuchverse an den Wänden angebracht.

1957 spielte Albert Schweizer die Orgel aus dem 19. Jahrhundert bei der Hochzeit eines Freundes. Pfarrer Helferich, Mitbegründer des Vereins für Äußere und Innere Mission in Rheinhessen, war von 1840 bis 1850 Prediger in Dolgesheim.

Der Westturm stammt aus dem Jahr 1914.

Die St. Bonifaziuskirche

Ihr habt mit dieser Wanderung (fast) alle Sehenswürdigkeiten von Dolgesheim kennengelernt. Ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Aufruf des Arbeitskreises Kornsand zur virtuellen...
Der Amiche Radweg

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