Montag, 10 Dezember 2018

Adventskalender Rhein-Selz geht aus


Rhein-Selz-geht-aus hat dieses Jahr ein Adventskalender.

Um Ihnen die Vorweihnachtszeit zu verkürzen, möchte ich mit Ihnen einen Spaziergang durch Rhein-Selz machen. Auf 24 Etappen stelle ich Ihnen 24 Sehenswürdigkeiten in Rhein-Selz vor.

Zum Adventskalender...

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3 Minuten Lesezeit (679 Worte)

Der Rheinterrassenweg rund um Guntersblum

Terrassenweg rund um Guntersblum

Endlich ist es nicht mehr so heiß! Der Spätsommer ist eine wunderbare Zeit zum Wandern, die tieferstehende Sonne zaubert eindrucksvolle Farbkontraste in die Natur. Ich möchte Sie einladen den Rheinterrassenweg rund um Guntersblum zu erkunden.

Unsere Wanderung beginnt am Guntersblumer Friedhof. Wir laufen entlang der alten B9 in Richtung Ludwigshöhe. Am Häuschen "Wilhelmshöhe" vorbei überqueren wir den Sattelbach. Wer möchte geht weiter und macht einen kurzen Abstecher zu den Resten der alten Römerstraße. Wir biegen aber links ab. Entlang dem Sattelbachufer und den Weinbergen laufen wir über die Streuobstwiesen bis zum Vögelsgärten Brünnelchen. Im Blickwinkel rechts sehen Sie eine Lösswand.

Die Wiese ist eine Magerwiese und zählt zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie beherbergt mehr Pflanzenarten als eine intensiv bewirtschaftete Wiese. Es lohnt sich die Infotafel neben dem Wegweiser zu lesen. 

Wir sind am Vögelgärten Brünnelchen angekommen, er wird auch Sankt Viktorbrunnen genannt. Er gehört neben dem Rumpelsborn-, dem Julianen- und dem Erbesbrunnen zu den vier Brunnen in Guntersblum. Der restaurierte Widmungsstein wurde 1815 behauen und gemeisselt. Können Sie die Inschrift über den Brunnen entziffern? Der Vögelsgärtenbrunnen zierte als Motiv das diesjährige Kellerweg-Festglas. 

Weiter geht es bis halb links ein Hohlweg abbiegt. Diesem folgen wir bis zum Römerturm. Von hier bietet sich ein toller Blick bis an die Bergstraße. Der Römerturm wurde 1998 gebaut und steht an der Stelle, an der vor einigen Jahren eine römische Villa Rustika mit Weinkeller entdeckt wurde und weist auf die römische Vergangenheit der Gemeinde hin. Die Bronzeplatte mit künstlerischen Reliefs, die sich auf der Panoramaplattform befand und vom Künstler Markus Sauermann erstellt, wurde dieses Jahr leider mit Brachialgewalt aus ihrer Verankerung gerissen und gestohlen.

Wir folgen dem Enggasshohlweg weiter Richtung Süden bis an die L437 nach Uelversheim/Eimsheim, wo noch eine alte Natursteinbrücke erhalten ist. 

Auf der anderen Straßenseite, direkt am Ortseingang liegt der jüdische Friedhof. Rechter Hand ein Stückchen den Berg hinauf sieht man den schönen Wasserbehälter von Guntersblum. Einen kleinen Abstecher sind beide wert. Der jüdische Friedhof ist einer der ältesten zwischen Worms und Mainz. Heute sind noch 72 Grabsteine zu sehen; der älteste stammt aus dem Jahr 1849.

Wir laufen weiter Richtung Kellerweg. Neben dem Weingut Geheimrat Schnell steigt rechts die Wintersheimer Hohl. Wer möchte kann einige Meter weiter die Treppe links nutzen. Wir sind am Weinlehrpfad angekommen. Erkunden Sie die unterschiedlichen angebauten Rebsorten. Im Herbst kann auch direkt vom Stock probiert werden. Kurz vor dem Weinbergshäuschen zweigt der Weg nach links ab und es geht ein Stück bergab zu Informationstafeln zum Thema Weinbereitung und Winzerarbeiten. Bänke laden zum Verweilen ein. Hier haben wir einen wunderschönen Blick auf Guntersblum. Die Schautafel informiert über die markanten Gebäude der Gemeinde.

Von hier führt der Weg an der Rheinterrasse weiter am Dicken Stein vorbei zum Leckbarthaisje. Der Name „Leckbarthaisje" ist abgeleitet von dem früheren Gewannnamen, sprich den Namen der Lage. Der Begriff „Leckbart" steht als Bezeichnung für einen Feinschmecker. Das Leckbarthaisje wurde von der Initiative „Rotkehlchen" in zahlreichen ehrenamtlichen Stunden errichtet.Von hier hat man einen herrlichen Blick auf Guntersblum. Zeit für ein kleines Picknick! 

Dem Weg weiter folgend kommen wir an die Rumpelsborn Quelle. Von hier sollten Sie unbedingt noch weiter bis nach Hangen-Wahlheim zur Kirchenruine Maria Magdalena weiterwandern. Hangen-Wahlheim ist nicht mehr in Rhein-Selz, aber es lohnt sich! Von Efeu überwuchert schlummerte die kleine Pfarrkirche dahin. Sie wurde möglicherweise im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und war mehrere Jahrhunderte eine Ruine. 1999 wurde der private Verein „Initiative Kirchenruine Maria-Magdalena e.V." gegründet, der mit viel Engagement und Eigenleistung das kleine Kleinod aus ihrem Dornröschenschlaf rettete.

Wir verlassen diese Idylle und laufen runter Richtung L439 weiter. Links biegen wir in den Weinbergen und genießen die Aussicht. In Guntersblum angekommen, erwarten uns zahlreiche Straußwirtschaften und Weinhöfe.

Wer mag kann noch einen Abstecher in den Kellerweg machen. Über den Julianenbrunnen und das Museum kommen Sie wieder auf die Eimsheimer Straße. Diese überqueren und folgen Sie an der Friedhofsmauer entlang bis zur Hauptstraße. 
Von da es sind nur noch ein paar Schritte bis zum Parkplatz. Der Guntersblumer Ortskern ist auch sehenswert. Aber diesen Rundgang werden wir uns später mal vornehmen.

Die gesamte Wanderung ist, je nach Abstecher, zwischen 7 und 8 Km lang.

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